Richtet euch auf und hebt den Blick, denn eure Erlösung ist ganz nahe. Lukas 21, 28

 

Liebe Leser,

 

neulich fuhr ich mit dem Auto in die Stadt. Ausnahmsweise. Ich fahre sonst mit Bus oder Bahn. Plötzlich lief ein Junge über die Straße. Er sah mich nicht. Er sah nur auf sein Smartphone. Er sah nur nach unten, nicht nach links, nicht nach rechts. Lebensgefährlich!

 

 „Hebt den Blick! Schaut nach oben!“ Damit meinte Jesus sicher nicht Leute, die damals mit ihren Eseln unterwegs waren. Jesus hatte damals sein zweites Kommen im Blick. Den Tag, auf den wir Christen warten. Er fordert seine Leute auf, doch nach vorne zu schauen. Der Zukunft entgegen.

 

»Nur wer weit blickt, findet sich zurecht«, sagte der ehemalige UN-Politiker Dag Hammarskjöld ( + 1961). Das gilt nicht nur in der Politik, das ist auch im täglichen Leben wichtig. Nicht nur von der Hand in den Mund leben, sondern Perspektiven entwickeln. Auch Glaubensperspektiven.

 

Für mich ist dieses Jesus-Wort ein riesengroßes Trostwort. Es macht mir Mut. „Hebt doch den  Kopf!“ wenn du voller Sorgen bist. Wenn du dein  Gesicht verzweifelt in den Händen vergraben hast! Wenn du nicht mehr weißt, wo dir der Kopf steht. Wenn dein Kopf schmerzt und dröhnt vor den vielen ungelösten Problemen. Kopf hoch! Die Erlösung naht! Weil der Erlöser naht: Jesus Christus.

 

Jesus, der Erlöser, er findet den Weg zu allen, die nur noch mit gesenktem Kopf durchs Leben gehen. Er findet jeden, der resigniert aufgegeben hat. Er findet den, der aus seinen Problemen nicht mehr herauskommt und wie in einem Labyrinth verzweifelt den Ausgang sucht. Er findet den, der mit seinen Kräften am Ende ist und am Boden liegt. Der Erlöser räumt die Stolpersteine im Leben weg. Er nimmt den Druck von der Seele.

 

Es ist an der Zeit, wieder den Kopf zu heben, sich aufzurichten, klarzusehen. Es ist an der Zeit, energischer, eindeutiger, mitreißender die Erlösung durch Jesus Christus zu erwarten. Es ist an der Zeit, fröhlicher, fester, zuversichtlicher, sogar gelöster vorauszu­schauen.

 

Wer nur sich selbst sieht, verliert seine Umwelt aus den Augen. Hat keinen Blick mehr für seine Mitmenschen, für Gott. In diesen Adventstagen will ich wieder den Blick weit nach vorne richten. Auf meine Zukunft, die mir Jesus Christus schenkt. Ich will nach oben schauen, zum Himmel. Zu Gott. Ich will ihn bitten, dass er mich immer wieder aufrichtet.

 

Kopf hoch!, das ist Gottes Angebot. Das ist kein billiger Trost. Christus, der Retter, kommt und bringt sein Heil für uns. Wo er ins Leben hinein gelassen wird, kommt die Wende. Wer mag, kann sich diesen Wochenspruch oben an den Spiegel stecken. Wer es tut, muss  hochschauen, um ihn zu lesen. Muss aufrecht stehen. Schauen Sie sich im Spiegel an! Wie sehen Sie aus? Müde vom Stress? Traurig? Oder lächelt Ihr Spie­gelbild entspannt, gelöst? Erlöst? Können Sie sich freuen, dass Jesus Christus Ihr Leben mit seiner Kraft erfüllen will? Dass er Ihre Seele mit seinem Licht durchfluten will? Ich wünsche Ihnen diese Erfahrung!

 

Mein Gebet:

 

Jesus Christus, mein Retter und Erlöser, ich bin oft angespannt. Manchmal  reagie­re ich überspannt. Dann bin ich wieder unendlich müde, ohne Spann­kraft. Ich möch­te dich gespannt erwarten! Und ich  möchte gelassener werden. Tue etwas in mir. Richte mich wieder auf. Komme in mein Herz, damit ich wieder einen weiten Blick gekommen. Damit ich wieder aufrecht leben kann. Mach mit deinem Licht meine Gedanken und meine Seele wieder hell. Amen.

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© 2020 Hans-Peter Nann, Frankfurt am Main