Bereitet dem HERRN den Weg; den siehe, der HERR kommt mit Macht. Jesaja 40,3, 10

 

Vor ein paar Jahren hatten meine Frau und ich einen Unfall auf der Autobahn. Ein anderes Auto kam auf der nassen Fahrbahn ins Schleudern und rammte uns bei Tempo 100. Der Notarzt und die Feuerwehr waren schnell da. Wir kamen ins Krankenhaus. Alle waren nur leicht verletzt. Gott sei Dank! Beide Autos waren Schrott.

 

Bei Unfällen ist es lebenswichtig, dass eine Rettungsgasse gebildet wird. Feuerwehr,  Rettungssanitäter und Ärzte müssen schnell zu den verletzten Menschen kommen können. Wenn es einen Stau gibt, sollen die Autos nach links und rechts ausweichen, damit in der Mitte freie Fahrt ist für die Helfer.

 

„Freie Fahrt für Weihnachten!“ würde ich am liebsten rufen. Bitte Platz machen für den Retter Jesus Christus! Er will zu uns kommen. Er will uns sein Heil bringen. Seinen Frieden. Neues Leben mit Gott, dem Vater. Er will von der Krippe im Stall direkt zu mir, zu Ihnen, will in unser Leben. Der Retter Jesus Christus sucht unser Herz. Er braucht freie Fahrt für seinen himmlischen Rettungseinsatz. Er rettet aus aller Not, aus aller Verzweiflung. Er rettet aus Sünde und Schuld. Er versöhnt uns mit Gott (1. Joh. 2,2). Seine Notfall-Nummer: 50:15. Psalm 50, 15: „Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen“.

 

Viele Autofahrer blockieren leider eine Rettungsgasse. Sie denken einfach nicht daran, den Rettungsfahrzeugen Platz zu machen. Was blockiert in dieser Adventszeit den Weg für Jesus Christus? Kann er zu mir kommen oder ist der Weg versperrt? Versperrt mit endlos langen Weihnachts-to-do-Listen? Bin ich blockiert von den vielen Dingen, die ich unbedingt noch tun muss? Den vollen Terminkalender? Habe ich alle Geschenke  - oder jemanden vergessen? Reicht das Geschenkpapier? Wer holt die Oma an Weihnachten ab? Wann wird der Weihnachtsbaum gekauft? Fichte oder Tanne? Haben wir genug Kerzen? Essen wir Karpfen? Oder Gans oder Ente oder doch wieder Würstchen mit Kartoffelsalat? Ist die Weihnachtspost schon erledigt?

 

Ich kannte Menschen, die waren an Weihnachten völlig erschöpft. Gestresst von den vielen Vorbereitungen auf dieses Familienfest. Entnervt, gereizt. Da türmten sich die Sorgen um´s Essen und Trinken, kaufen und schenken wie Berge vor der Krippe auf. Da war das Kind im Stall von Bethlehem nicht mehr zu sehen. Da war der Blick auf die Rettungsaktion Gottes wie zugemauert.

 

Bereitet dem Herrn Jesus den Weg, heißt es am dritten Advent. Ich wünsche mir, dass ich ihm den Weg bereiten kann. Auch den Weg zu anderen Menschen, die den Retter Jesus noch nicht kennen. Dass ich alles zur Seite schieben kann, was ihm den Zugang zu anderen Menschen blockiert.

 

Das kann ganz schön schwer sein! Vielleicht überfordert mich das sogar! Aber ich vertraue auf Gottes Hilfe. Er kommt ja mit Macht, heißt es. Er kommt mit Kraft. Wie ein Schneepflug kann Jesus Christus auf die Seite schieben, was ihn daran hindern will, zu uns zu kommen. Das ist die gute Nachricht im Advent: Jesus Christus hat die Kraft, alle Hindernisse beiseite zu schieben. Wenn sich wieder alles vor mit aufbaut wie riesige Berge: Ich will ihn bitten, dass  er zu mir kommt, dass er einen Weg zu mir findet. Und zu meinen Mitmenschen.

 

Mein Gebet:

 

Herr Jesus Christus, bitte bahne dir deinen Weg zu mir. Schiebe beiseite, was mich blockiert, dich zu erwarten. Schiebe die Sorgenberge zur Seite. Die endlosen To-do-Listen mache klein. Komme in meinen Alltag. Erfülle mein Herz mit deinem Frieden. Lass mich zur Ruhe kommen bei dir. Komme mit deiner Kraft in mein Leben. Und bahne dir auch einen Weg ins Leben von ….

Amen.

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