Ich werde ihnen mein Gesetz nicht auf Steintafeln, sondern in ihr Herz und Gewissen schreiben. Ich werde ihr Gott, und sie werden mein Volk sein. … Ich will ihnen ihren Ungehorsam vergeben und nie mehr an ihre Schuld denken. Ich, der Herr, sage es.

Jeremia 31, 33 + 34 (Auszüge)

 

Neulich musste ich lachen bei meiner Einkommensteuer-Erklärung. Ich hatte alle Zahlen am PC auf das Formular übertragen, dann die Plausibilitäts-Prüfung gemacht und zum Schluss die Steuerberechnung angeklickt. Überraschung: In roten Zahlen und mit einem dicken Minus-Zeichen stand meine Steuer-Nachzahlung: rund 128.000 €. Normalerweise bekomme ich immer ein bisschen was zurück. Aber jetzt: Schulden beim Finanzamt von mehr als hunderttausend Euro. Das hat mich doch erheitert.
 

Der Fehler war schnell gefunden. Ich hatte aus Versehen bei meiner Jahres-Rente drei Nullen hinter dem Komma gemacht. So etwas kennt der Computer nicht und schob also die drei Nullen nach links, VOR das Komma. Damit war ich plötzlich mehrfacher Rentner-Millionär! Hängen Sie einmal drei Nullen an Ihre Rente oder Ihr Gehalt!
 

Zum Glück lies sich das schnell korrigieren. Ich schrieb die Zahlen neu und wurde wieder zum Durchschnitts-Rentner, der mit einer kleinen Steuererstattung rechnen darf.
 

Was eine Null zu viel an der falschen Stelle ausmachen kann! Ich konnte darüber lachen. Aber Gott konnte damals überhaupt nicht lachen.  Gott hatte seinem Volk schwarz auf weiß aufgeschrieben, was er wollte. Sie wussten genau, wie sie leben sollten. Aber das interessierte die Menschen damals wohl nicht mehr. Waren sie oberflächlich im Glauben? Gedankenlos? So ging es mit ihnen bergab. Sie waren geistlich am Nullpunkt angekommen. Ihre Schuld bei Gott wuchs und wuchs.
 

Da machte Gott einen großen Schuldenschnitt! Er verspricht seinem Volk, einen neuen Bund mit ihnen zu schließen: Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Volk von Israel und dem Volk von Juda einen neuen Bund schließen.“ (Jer. 31, 31)
 

Gott wird eines Tages etwas ganz Neues machen. Er macht einen neuen Deal. Sein Plan: Er wird seinen Willen ins Herz und Gewissen der Menschen schreiben, die zu ihm gehören. Nicht mehr auf Stein-Tafeln, sondern direkt ins Herz.
 

Durch Jesus Christus hat Gott sein Versprechen eingelöst. Mit Jesus beginnt dieser neue Bund. Als Jesus mit seinen Jüngern das Abendmahl feierte, „nahm er das Brot, dankte und brach´s und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis. Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das tut, so oft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis.“ (1. Kor. 11, 24+25).
 

Am Kreuz von Golgatha bietet Gott jedem Menschen diesen Schuldenschnitt an. Jeder Mensch kann mit seinem Minus zu Jesus Christus kommen. Jesus macht daraus ein Plus. Er macht aus „Schuld-Millionären“ neue Menschen mit einem großen Plus-Zeichen vor dem Leben.
 

Jesus löscht die Schuld. Er korrigiert die Fehler. Er schreibt ihnen sein Gesetz in ihr Herz. Gemeint ist nicht der Herzmuskel, sondern die Gedanken und Sinne. Jesus Christus schreibt uns seine Liebe in unser Herz.
 

Die Steinfafeln, auf denen der Wille Gottes zu lesen waren, die konnten die harten, steinernen Herzen nicht mit Liebe füllen. Nur Jesus Christus, das fleischgewordene Wort Gottes, nur ER kann unser Herz mit Liebe für Gott und unsere Mitmenschen füllen. „Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns.“ (Joh. 1:13). Jesus, das Wort, wurde ein Mensch, ein wirklicher Mensch aus Fleisch und Blut und nahm Wohnung  unter uns.
 

Jesus Christus will durch den Heiligen Geist in unseren Herzen wohnen. Sein Kreuz ist das große Plus-Zeichen für uns.
 

Natürlich freue ich mich, wenn mir mein Finanzamt ein paar Euros für die Urlaubskasse zurückgibt. Aber was ist das schon im Vergleich zu der Riesenfreude, die Jesus Christus ins Herz schreibt. Alle Schuld vergeben! Neues Leben hat mit ihm begonnen. Jesus schenkt ein neues Herz, in dem Gottes Liebe pulsiert.
 

Das wünsche ich Ihnen!

 

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© 2020 Hans-Peter Nann, Frankfurt am Main