3. Advent

Jeder Ochse kennt seinen Besitzer, und jeder Esel weiß, wo die Futterkrippe seines Herrn steht. Was aber macht mein Volk Israel? Sie haben vergessen, wem sie gehören, und sie wollen es auch gar nicht mehr wissen.

Jesaja 1:3

Liebe Leser,

die US-Republikaner haben einen Elefanten als politisches Symbol, die US-Demokraten einen Esel. Diese Partei-Symbole gehen zurück ins 19. Jahrhundert. Sie stammen aus Karikaturen des deutschstämmigen Zeichners Thomas Nast (1840 – 1902). Für die Demokraten bedeutet der Esel Bescheidenheit, Gemütlichkeit, Tüchtigkeit, Mut und Liebenswürdigkeit. Die Republikaner sehen im Elefanten Würde, Stärke, Intelligenz und ein gutes Gedächtnis. Soweit meine Recherche.

Für uns Christen spielen Tier-Symbole auch eine Rolle, besonders an Weihnachten. In fast jeder Weihnachtskrippe gehören Ochse und Esel zum Inventar. In vielen Gemälden stehen sie am Rande dabei und schauen zu, was im Stall passiert.

Ochse und Esel sind natürlich nur Zaungäste. Im Mittelpunkt liegt Jesus, das Kind in der Futterkrippe. Maria und Josef sind ganz nah bei ihm. Und selbstverständlich sind auch die  Hirten und ihre Schafe dabei. In meiner Weihnachtskrippe bringen auch noch die drei Weisen (oder Könige) aus dem Morgenland ihre Geschenke.

Wie kommt es, dass die beiden Symbol-Tiere Gottes dabei sind? Damit Kinder ihre Freude daran haben?  

Ochse und Esel stehen symbolisch im Stall von Bethlehem. Die Evangelien erwähnen sie mit keinem Wort. Aber Gottes Symboltiere, von denen der Prophet Jesaja erzählt, haben eine wichtige Botschaft! Mit diesen beiden Tieren macht Gott seinem Volk im Alten Testament klar, was er will: Er will an erster Stelle stehen! Er ist ihr HERR.  

Gott sagt: jeder Ochse, jeder Esel findet den Weg zur Futterstelle. Nur meine Leute finden den Weg nicht zu mir. Lieber hungern sie und verdursten, als zu mir zu kommen.

Wo immer Künstler Ochse und Esel in der Krippe malen oder sie als Figuren dazu stellen, heißt die Botschaft: Mensch, geh du auch zur Krippe! Geh hin zur Krippe, in der Jesus, der Messias liegt. Bei ihm findest du alles, was du zum Leben brauchst. Nimm dir ein Beispiel an diesen beiden einfachen Tieren! Die wissen wenigstens, wo sie ihr Futter finden. Aber du, Mensch, hast doch mehr Verstand. Du solltest den Weg zur Krippe, zu Jesus Christus finden.

In der Krippe liegt der Erlöser, liegt der Friede Gottes in Person. Das zu verpassen, wäre echt dumm! Es wäre dumm, an der Krippe vorbei zu gehen. Nur mal kurz einen Blick darauf werfen und dann wieder weiter zu gehen. Wer die Krippe verpasst das Leben.

Wenn Sie in diesen Tagen an einer Weihnachtskrippe stehen, dann schauen Sie doch einmal, ob auch ein Ochse und ein Esel mit von der Partie sind. Diese stummen Geschöpfe, die erinnern, doch auch zur Quelle des Lebens zu gehen. Und wenn Ochs und Esel fehlen: wichtig ist, dass Sie dort sind, nah bei Jesus!

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Adventswoche!

Ich habe ein Adventsgebet für Sie vorbereitet:

Jesus Christus, ich will nicht an dir vorbei gehen.
Ich will zu dir gehören.
Danke, dass mich zwei Tiere daran erinnern,
jeden Tag den Weg zu dir zu suchen.
Bei dir finde ich alles, was ich zum Leben brauche.

Amen.

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