4. Advent  und Weihnachten

Was von allem Anfang an da war, was wir gehört haben, was wir mit eigenen Augen gesehen haben, was wir angeschaut haben und betastet haben mit unseren Händen, nämlich das Wort, das Leben bringt – davon reden wir.

Denn das Leben ist offenbar geworden, und wir haben es gesehen; wir sind Zeugen dafür und verkünden euch das unvergängliche Leben, das beim Vater war und sich uns offenbart hat.

Was wir so gesehen und gehört haben, das verkünden wir euch, damit ihr in Gemeinschaft mit uns verbunden seid. Und die Gemeinschaft, die uns miteinander verbindet, ist zugleich Gemeinschaft mit dem Vater und mit Jesus Christus, seinem Sohn.

Das erfüllt uns mit großer Freude. Und wir schreiben euch diesen Brief, damit unsere Freude vollkommen wird.

1.Johannesbrief 1, 1 – 4

Liebe Leser,

alles hat einen Anfang. Wir feiern unseren Geburtstag, den Anfang unseres Lebens. Ehepaare feiern ihren Hochzeitstag, den Anfang des gemeinsamen Lebens. Wir Deutschen feiern die Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland nach dem Fall der Berliner Mauer. Was einen guten Anfang hatte, soll in Erinnerung bleiben!

Alles hat einen Anfang. Auch der Glaube an Jesus Christus. Weihnachten erinnert daran: es hat einen guten Anfang gegeben. Gott hat ihn gemacht, mit uns. Gott wurde Mensch. Er kam als Kind zur Welt, wie alle anderen Kinder. Er lebte mit den Menschen. Er war einer von uns.

Jesus Christus ist das gute und erfüllte Leben, das in eine trostlose und finstere Welt kam und auch heute noch kommt. Ihn, den Messias, konnte man anfassen. Er war kein stummer Götze, der den Mund nicht aufmachen konnte. Im Gegenteil. Seine Worte hatten Gewicht. Sie veränderten Menschenherzen. Der Messias lebte nicht weltfremd in religiösen Sphären. Er setzte sich zu Leuten, um die viele einen Bogen machten. Er heilte, die seelisch und körperlich am Ende waren. Er setzte Zeichen! Für viele begann das Leben neu.

Jesus Christus konnte jede und jeder anschauen, der ihm begegnete. Er ließ sich anfassen. Ihn konnte man ansprechen.

Auch heute können wir mit ihm reden. Er hört unser beten. Und wir können auf ihn hören. Sein Wort ist Gottes Wort. Wir können es Schwarz auf weiß lesen. Im Abendmahl, in Brot und Wein, sind wir eingeladen an seinen Tisch.

Kardinal Lehmann (1936 – 2018) sagte: „Die Bibel ist Sprengstoff für unser Leben: für uns selbst, für den gesunden Menschenverstand, für unsere menschlichen Beziehungen, für unsere Gesellschaft und unsere Zukunftsaufgaben. Sei verlangt nur aufmerksame, bereite, leidenschaftliche Leser.“

Durch Jesus Christus sind wir Christen miteinander verbunden. Weltweit. Evangelische und Katholiken, Orthodoxe und Freikirchler, Baptisten und Lutheraner. Wir alle feiern Weihnachten, weil dort der Anfang unseres gemeinsamen Glaubens liegt. Für mich ein Grund zur Freude.

Ich wünsche Ihnen ein Weihnachtsfest voller Freude über diesen Anfang, den Gott mit uns machte. Ich wünsche Ihnen Gemeinschaft mit Jesus Christus, dem Anfänger und Vollender unseres Glaubens. Ich wünsche Ihnen, dass Sie den Weg, den Sie mit Jesus begonnen haben, im kommenden Jahr fortsetzen. Diesen Weg der Freude und des Friedens.

Die Jahreslosung 2019 steht in Psalm 34:15: „Suche Frieden und jage ihm nach.“ Dazu lade ich Sie heute schon herzlich dazu ein. Ab Januar soll „Frieden“ das Schwerpunkt-Thema sein. Ich freue mich, wenn Sie mich dann wieder besuchen.

Ihr

Hans-Peter Nann

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