Glücklich sind, die Frieden stiften, denn Gott wird sie seine Kinder nennen. Mt. 5, 9

 

Liebe Leser,
 

Jimmy Carter, der 39. Präsident der USA, schrieb 1981 am Ende seiner Amtszeit: „Ich empfinde Trost, darüber nachzudenken, dass während meiner Amtszeit nicht ein Tropfen Blut eines einzigen Bürgers durch das Schwert des Kriegs vergossen wurde.“ (Orig.: I have the consolation to reflect that during the period of my administration not a drop of the blood of a single citizen was shed by the sword of war.)

Seit es Menschen gibt, wird leider Blut vergossen. Wir erleben dies aktuell in den vielen Krisengebieten unserer Erde, besonders in Syrien. Die UN versuchen immer wieder durch Friedensmissionen, die Eskalation von Konflikten zu verhindern. 1992 stufte der UN-Sicherheitsrat den Terrorismus sogar als Bedrohung des Weltfriedens ein.

 

Die Menschen, die Jesus zuhörten, wussten von Weltfrieden nichts. Die römischen Kaiser Augustus, Tiberius oder Caligula beherrschten damals mit ihrer Militärpräsenz die antike Welt. Jesus predigt zu Menschen, deren Leben von der römischen Besatzungsmacht geprägt ist. Mit ihnen spricht er über seine Friedensmission. Friedenstifter sollen sie werden, diese einfachen Bauern und Schafzüchter, Fischer und Gemüsehändler, Männer, Frauen, Kinder, Alte und Junge. Ihnen legt er es aufs Herz, ein Friedenstifter zu sein.

 

Vielleicht hat manch einer gedacht: Jesus, warum sagst du ausgerechnet uns das? Das müssen doch die Mächtigen in Jerusalem oder Rom hören! Dort wird doch über Krieg und Frieden entschieden. Meine Stimme wird doch nicht gehört. Meine Meinung ist doch nicht gefragt!

 

Ich denke, Jesus sieht das ganz anders. Er spricht zu ihnen als der Friedefürst, den der Prophet Jesaja schon lange angekündigt hat (Jes. 9:4-6): „Die Soldatenstiefel, deren dröhnenden Marschtritt sie noch im Ohr haben, und die blutbefleckten Soldatenmäntel werden ins Feuer geworfen und verbrannt. Denn ein Kind ist geboren, der künftige König ist uns geschenkt! Und das sind die Ehrennamen, die ihm gegeben werden: umsichtiger Herrscher, mächtiger Held, ewiger Vater, Friedensfürst. Seine Macht wird weit reichen und dauerhafter Frieden wird einkehren. Er wird auf dem Thron Davids regieren und seine Herrschaft wird für immer Bestand haben, weil er sich an die Rechtsordnungen Gottes hält. Der Herr, der Herrscher der Welt, hat es so beschlossen und wird es tun.“

 

Jesus Christus ist dieser Friedefürst. Er beginnt seine Friedensmission nicht mit den Mächtigen, sondern mit Menschen wie Sie und ich. Mit uns und durch uns soll Frieden beginnen. Wir sollen Frieden stiften.

 

Vermutlich kennen Sie Stiftungen. Stiftungen gibt es fast überall in der Welt. In Deutschland ist eine Stiftung eine „Einrichtung, die mit Hilfe eines Vermögens einen vom Stifter festgelegten Zweck verfolgt“. Anders gesagt: Jemand stiftet ein Vermögen zu einem ganz bestimmten Zweck. Genau das macht Jesus. Er stiftet ein Vermögen mit dem Zweck, damit Frieden zu schaffen.

 

Dieses geistliche Vermögen hat er mit den Seligpreisungen geschenkt: an diejenigen, die mit leeren Händen zu Gott kommen und ihre Hände und ihr Herz von ihm füllen lassen. Er beschenkt uns mit seinem Trost, mit seinem Beistand durch die Kraft des Heiligen Geistes. Er beschenkt uns mit Sanftmut, diesem Mut zur sanften und gewaltfreien Leitungsverantwortung. Er beschenkt uns mit Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, einem reinen Herzen. Das ist das geistliche Stiftungskapital, das er jedem Menschen schenken will. In Mt. 7: 7+8 sagt er: „Bittet, und ihr werdet erhalten. Sucht, und ihr werdet finden. Klopft an, und die Tür wird euch geöffnet werden. Denn wer bittet, wird erhalten. Wer sucht, wird finden. Und die Tür wird jedem geöffnet, der anklopft.“

 

Diese Tür, ein Friedensstifter zu werden, steht also jedermann offen. Wir müssen nur zu Jesus Christus kommen und ihn bitten. Jesus selbst ist diese Tür, die für jedermann offen steht (Joh. 10, 11): „Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden“.

 

Jesus lädt Sie und mich ein, Friedenstifter zu werden an dem Ort, wo wir leben und arbeiten. Für die Menschen, mit denen wir zusammen leben. Frieden sollen wir aktiv stiften in unseren Familien, mit Nachbarn, am Arbeitsplatz. Auch in unseren Gemeinden.

 

Dafür bekommen Sie nicht den Friedensnobelpreis. Aber Jesus Christus sagt Ihnen zu, als Friedensstifter ein wirkliches Kind Gottes zu sein. Sie werden ein gesegneter Mensch sein! Sie werden den inneren Frieden, den Ihnen Jesus schenkt, auch anderen schenken können. Daher: setzen Sie Ihr Stiftungskapital noch heute ein: Trost, Sanftmut, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit. Helfen Sie, anderen Menschen den Frieden Gottes zu bringen. Helfen Sie, dem Unfrieden in Ihrer Stadt, Ihrer Familie, Ihrer Gemeinde mit dem Frieden Gottes zu begegnen. Es steht Ihnen geistliches Kapital im Überfluss zur Verfügung.

 

„Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne in Christus Jesus bewahren“. (Phil. 4:7)

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