No Deal!

 

Zuletzt wurde Jesus vom Teufel auf einen sehr hohen Berg geführt. Er zeigte ihm alle Reiche der Welt in ihrer Größe und Pracht und sagte: »Dies alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest.« Da sagte Jesus: »Weg mit dir, Satan! In den Heiligen Schriften heißt es: ›Vor dem Herrn, deinem Gott, wirf dich nieder, ihn sollst du anbeten und niemand sonst.‹« Darauf ließ der Teufel von Jesus ab, und Engel kamen und versorgten ihn. Matthäus 4, 8 – 11

 

Liebe Leser,

 

zweimal hat der Teufel vergeblich versucht, Jesus und seine Mission zum Scheitern zu bringen. Das erste Mal mit dem Vorschlag, die Wüstenzeit selbst zu beenden und nicht länger auf Gottes Hilfe zu vertrauen. Beim zweiten Mal provozierte er Jesus mit dem Vorschlag, mit dem Leben zu spielen und sich blind in ein Risiko zu stürzen. Jetzt probiert er es mit einem Deal. Er schlägt vor: Ich lege dir die Welt zu Füßen, wenn du dich vor mir niederwirfst. Ich will Anbetung!

 

Der Satan wusste, dass Jesus die Herrlichkeit beim Vater verlassen hat. In seinem Lobpreis beschreibt es der Apostel Paulus so: „Obwohl er – Jesus - in jeder Hinsicht Gott gleich war, hielt er nicht selbstsüchtig daran fest, wie Gott zu sein. Nein, er verzichtete darauf und wurde einem Sklaven gleich: Er wurde wie jeder andere Mensch geboren und war in allem ein Mensch wie wir. Er erniedrigte sich selbst noch tiefer und war Gott gehorsam bis zum Tod, ja, bis zum schändlichen Tod am Kreuz." (Phil. 2, 6 – 8).

 

Gott wird Mensch in Jesus Christus. Jesus lässt sich erniedrigen. Er verlässt die Pracht und Herrlichkeit des Himmels und kommt zu uns Menschen. Jesus geht den Leidensweg ans Kreuz, um die Sünde aller Menschen zu sühnen. Vor Jesus liegt jetzt dieser Weg, der auf Golgatha sein Ziel erreicht. Jesus Christus ist die „Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt“ (1.Joh.2, 2).

 

Dieses Ziel will der Satan mit allen Mitteln verhindern. Sogar seine Jünger lassen sich dazu verführen und widersprechen Jesus. Als Jesus sagt, dass er auf dem Weg nach Jerusalem viel erleiden muss und dort getötet wird, wollen das seine Jünger nicht wahrhaben. Das passte damals nicht in das Denken der Menschen, das passt auch heute vielen Menschen nicht. Sie wollen einen herrlichen Christus sehen, keinen leidenden. Das Kreuz stört viele Menschen. Ein leidender, ein sterbender Gott – das passt nicht!

Als Petrus anhören muss, was Jesus bevorsteht, nimmt er den Messias zur Seite: Gott bewahre dich, Herr! Alles, bloß das nicht! (Matth. 16, 21 f). Da sagt Jesus seinem engsten Vertrauten: »Geh weg! Hinter mich, an deinen Platz, du Satan! Du willst mich von meinem Weg abbringen! Deine Gedanken stammen nicht von Gott, sie sind typisch menschlich.« (Mt. 16, 23)

 

Jesus will seinen Leidensweg bis zum Ende gehen. Er tut das aus Liebe zu uns. Er gibt sein Leben, damit wir leben können in der ewigen Gemeinschaft mit Gott, dem Vater. Er bleibt dem Vater gehorsam. „Darum hat ihn Gott erhöht und ihm den Namen gegeben, der über allen Namen steht. Vor Jesus müssen einmal alle auf die Knie fallen: alle im Himmel, auf der Erde und im Totenreich. Und jeder ohne Ausnahme wird zur Ehre Gottes, des Vaters, bekennen: Jesus Christus ist der Herr!“ (Phil. 2, 9 – 11)

 

Alle Menschen sind heute schon eingeladen, nur Jesus Christus anzubeten. Allein Jesus Christus gebührt Ehre. Keine Anbetung von  Götzen, von Idolen, von Macht und Reichtum. Niemand soll ehrfürchtig niederfallen vor der Schönheit der Natur. Niemand soll sich beugen vor der Selbstherrlichkeit anderer Menschen. Niemand soll sich selbst zum Götzen machen. Nicht den eigenen Körper anbeten, nicht die Sexualität. Niemand soll danach streben, dass ihm die Welt zu Füßen liegt.

 

Ich ermutige Sie, Verführungen zu widerstehen, auch wenn die Angebote vielleicht verlockend sind. Machen Sie keinen Deal mit den Verführern dieser Welt! Ich will ganz bewusst täglich beten: „Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen.“ (Matth. 6:13)

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