Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen. Mt. 5, 8

Liebe Leser,

wenn Sie in Frankfurt leben oder arbeiten, dürfen Sie auch weiterhin mit einem Diesel-PKW in der Stadt fahren. Noch! Europäische Großstädte wie Frankfurt kämpfen seit langem gegen die Luftverschmutzung durch Autoabgase. Frankfurt hat einen Luft-Reinhalteplan (Sie finden ihn unter Frankfurt.de). Wer in Frankfurt lebt, soll auch saubere Luft atmen können.

Im Jerusalem vor 3000 Jahren war die Luft wahrscheinlich von allerbester Qualität, rein, sauber. Aber im Königspalast war dicke Luft. König David hatte mit Batseba die Ehe gebrochen und danach ihren Mann ermorden lassen (2. Samuel 11). Diese Sünde stank zum Himmel.

Als ihm Gott seine Sünde unter die Nase reibt, bittet David um Vergebung. Er betet im Psalm 51: „Verbirg dein Antlitz vor meinen Sünden, und tilge alle meine Missetat. Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. Erfreue mich wieder mit deiner Hilfe, und mit einem willigen Geist rüste mich aus.

David wünscht sich wieder ein reines Herz. Er begreift, dass seine Sünden sein Herz verunreinigt  haben. Seine Sünden haben nicht nur menschliche Beziehungen zerstört, sondern auch sein Verhältnis zu Gott. Die Heiligkeit Gottes passt nicht zusammen mit seinen Gedanken und Taten. Doch er möchte mit Gott wieder ins Reine kommen. Er will Gott wieder in die Augen sehen können.

Vom französischen Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry stammt dieses weltbekannte Zitat: „Man sieht nur mit den Augen des Herzens gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

„Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen“, sagt Jesus Christus. Darum geht es: mit dem Herzen Gott schauen! Wer Jesus Christus sieht, sieht Gott, den Vater im Himmel. Jesus sagt: „Ich und der Vater sind eins.“ (Joh. 10, 30)

Jesus wünscht sich Menschen mit einem reinen Herzen, das frei ist von Schuld und Sünde. Doch leider geht das nicht automatisch. So wenig, wie die Luft in unseren Metropolen automatisch sauber wird. Dafür muss der Mensch etwas tun. Auch für ein reines Herz dürfen wir aktiv werden. Ich denke, wir Christen brauchen so etwas wie einen „Herz-Reinhalteplan“. Der besteht für mich aus Wahrheit. Denn Lüge verpestet die Atmosphäre untereinander. Lüge zerstört Vertrauen. Lüge zerstört Ehen und Freundschaften. Lüge zerstört Glaube. Lüge zerstört das Verhältnis zu Gott.

Create in me a clean heart, oh God, and renew a right spirit within me”, heißt ein bekanntes Lied von Keith Green. Ein Gebet, das Sie, liebe Leser, diese Woche mit mir singen oder summen könnten, zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten. Aber ich bin sicher: In Gottes Ohren wird das ein wunderschöner gemeinsamer, weltweiter Lobgesang!

Gott segne Sie!

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