Rettung

 

Jesus zog durch Galiläa, lehrte in den Synagogen und verkündete überall die rettende Botschaft, dass Gottes Reich nun begonnen hatte. Er heilte alle Kranken und Leidenden. Matthäus 4, 23

 

 

Liebe Leser,

 

Jesus sitzt nicht unter einem Olivenbaum und wartet, bis die Menschen zu ihm kommen. Er geht zu ihnen. Er sucht sie. Er ist auch heute „unterwegs“ und besucht Menschen. Er kommt, um die Botschaft von der Liebe Gottes zu bringen. Er kommt, um jedem zu sagen, dass er alles für uns getan hat, damit wir in der Ewigkeit bei ihm sein können. Jesus sagt (Lukas 19, 10): „Der Menschensohn ist gekommen, um die Verlorenen zu suchen und zu retten“.

 

Wenn es um die Rettung von Menschenleben geht, tun zivilisierte Menschen alles! Erinnern Sie sich noch an die Rettung jener thailändischen Jugend-Fußballmannschaft im Sommer 2018? Zwölf Jungs zwischen 13 und 16 Jahren und ihr Trainer hatten einen Ausflug in eine Höhle gemacht. Genauer gesagt: es war ein ganzer Höhlenkomplex, ein Labyrinth. Und  - es war Regenzeit! Das wurde dann zur Katastrophe.

 

Während die Gruppe in der Höhle war, regnete es in Strömen. Der Höhlen-Eingang lief voll mit Wasser. Die Kinder konnten nicht mehr raus! Jetzt stand ihr Leben auf dem Spiel. Und das Wasser stieg unaufhaltsam. Sie konnten vor dem steigenden Wasser nur noch ins Höhlen-Innere flüchten.

 

Wir ahnen, was die Eltern, die Familien dieser Kinder durchgemacht haben. Wenn Eltern und Großeltern um das Leben ihrer Kinder bangen. Furchtbar!

 

Eine riesige Rettungsaktion begann, ein Wettlauf mit der Zeit. Insgesamt waren 1000 Menschen an dieser Rettungsaktion beteiligt. Alle kämpften um das Leben der Kinder und des Trainers. Endlich, nach langen zwei Wochen dann das Wunder. Spezialtaucher retten alle Kinder! Alle leben. Bis auf einen: ein Taucher erstickt beim lebensgefährlichen Tauchgang.


Menschen setzen ihr eigenes Leben aufs Spiel, damit andere gerettet werden. Ein ganzes Land gibt diese Kinder nicht verloren, und die ganze Welt nimmt Anteil. Alle kämpfen um das Leben der Kinder. Setzen sogar das eigene Leben aufs Spiel.

 

Auch Gott, der Vater im Himmel, tut das. Er macht nichts anderes! Er kämpft um das Leben seiner Kinder! Er startet eine universale Rettungsaktion für seine Menschen, die verloren gehen. Ich bin überzeugt: der ganze Himmel ist mit dabei. Gott startet seine Rettungsaktion, weil sonst seine geliebten Kinder, also Sie und ich und alle anderen, weil wir sonst alle verloren gehen. Bei dieser gewaltigen Rettungsaktion stirbt einer. Jesus Christus hat dabei sein Leben verloren. Freiwillig. Aus Liebe opfert er sich.

 

Gott sucht händeringend nach Menschen, die ihm verloren gehen. Nicht, weil er unachtsam wäre. Sondern ihm weil der Mensch wegläuft. Und Gott sucht ihn. Wir sind so kostbar für Gott. Jeder Mensch hat für Gott einen unbeschreiblichen Wert. Er will niemanden verlieren. Wir sind kostbar. Unser Leben ist kostbar! Nur der Teufel vernichtet Leben. Jesus sagt (Joh. 8:44): „Der Teufel war von Anbeginn an ein Mörder und hat die Wahrheit immer gehasst. In ihm ist keine Wahrheit. Wenn er lügt, entspricht das seinem Wesen, denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge.“

 

In der Synagoge von Kapernaum (Galiläa) heilt Jesus einen Mann, der von einem bösen Geist besessen war (Markus 1:21 f). Der „aufgeklärte Mensch“ unserer Zeit verneint Dämonie und beschreibt das als Unsinn, als Aberglaube. Wer jemals ein KZ wie Auschwitz oder Buchenwald besucht hat und die unvorstellbaren Grauen sah, die „Herren-Menschen“ ihren Mitbürgern und Mitmenschen angetan haben, der muss die Frage beantworten, welcher Geist hier sein Unwesen trieb. Der muss die Frage beantworten, welche Mächte hinter diesen Taten standen. Der Geist Jesu und die Liebe Gottes waren es nicht!

 

Jesus befreite damals Menschen von dämonischen Abhängigkeiten. Diese Mächte wussten, wer ihnen gegenüber stand. In Kapernaum schrien sie: »Was willst du von uns, Jesus von Nazareth? Bist du gekommen, um uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist - der Heilige Gottes, den er gesandt hat!« (Mk. 1:24).

 

Jesus lehrt, heilt und betet. Mit ihm beginnt Gottes Herrschaft. Wir Christen sollten nie aufhören dafür zu beten, dass sich der Friede Christi in unserer Welt ausbreiten kann und dass Jesus, der Heilige Gottes, Menschen aus ihrer „Höhle“ von Lügen und Bosheit rettet. Und wir sollten nicht müde werden für die Menschen zu beten, die auch heute im Jahr 2019 misshandelt, gefoltert und in die Flucht getrieben werden. Diese Menschen brauchen unsere Gebete. Die Welt braucht Ihr Gebet!

   

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Zeit - und viel Zeit zum beten.

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