Glückselig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden. Matth. 5, 4

 

Liebe Leser,

 

an Ostern feiern wir Christen die Auferstehung Jesu. Wir feiern das Leben. Wir feiern den Sieg Jesu über den Tod. Doch inmitten dieser Freude über den Sieg Jesu mussten Christen in Sri Lanka, in der ganzen Welt mit Entsetzen und mit Schmerz erfahren, wie grauenvoll mächtig der Tod ist.

 

Der Tod ist in unserer Welt allgegenwärtig. Er hinterlässt Trauer und Schmerz. Er reißt oft tiefe Wunden, die kaum heilen wollen.

 

Als Hiob seine Familie verliert, findet er keinen Trost. Er leidet entsetzlich, ist verzweifelt. Seine Freunde, die ihm helfen wollen, können ihn nicht trösten. Menschliche Worte, und wären sie noch so gut gemeint, können oft kein Licht in die Dunkelheit eines leidenden Herzens bringen.

 

Als König David schwer leiden musste, fand er Trost im Gebet (Psalm 56, 9): „Zähle die Tage meiner Flucht, sammle meine Tränen in deinen Krug; ohne Zweifel, du zählst sie.“

 

Jesus Christus sagt seinen Jüngern, dass Gott trösten will und trösten wird. Gott allein kann wirklich trösten. Er allein kann unsere Tränen abwischen. Der auferstandene Christus sagt es uns zu: „Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“ (Offb. 21, 4).

 

Von diesem Trost spricht Jesus in der Bergpredigt. Nur dort, wo uns Gott mit seinem Trost begegnet, wo er unsere Tränen abwischen wird, da werden wir getröstet sein.

 

Bevor Jesus wieder in den Himmel zurückkehrt, verspricht er seinen Jüngern den „Tröster“. Er spricht vom Heiligen Geist, vom Geist der Wahrheit (Joh. 16, 6 + 7). Jesus sieht den Abschiedsschmerz seiner Jünger. Er kann ihre Trauer verstehen: „Weil ich dies zu euch geredet habe, ist euer Herz voll Trauer. Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, werde ich ihn zu euch senden.“

 

Der Geist Gottes will das Herz der Jünger trösten. Er will auch unser Herz trösten. Er will trösten in den Wüstenzeiten des Lebens. Er tröstet in der Einsamkeit. Er tröstet in Zeiten der Krankheit und der Not.

Wir Christen sind aufgefordert, denen zu helfen, die Leid tragen. Auch wenn es nur eine kleine Hilfe ist. Wir dürfen Menschen auf ihrem Leidensweg begleiten. Wir dürfen ihnen Mut machen. Wir dürfen mit ihnen schweigen, mitfühlen, mitleiden. Wir dürfen auch Wut zulassen und müssen auch ihre Enttäuschungen aushalten können. Wir dürfen darum beten, dass der Geist Gottes, der wahre Tröster, Licht in ihr Herz bringt.

 

Wir dürfen beten mit den Worten aus Psalm 23. Diese Gottesworte brachten schon so vielen Menschen wieder Hoffnung: „Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.“ (Psalm 23, 4) Wenn Gott tröstet, finde ich wieder Ruhe und Geborgenheit. Wenn der gute Hirte Jesus Christus mein Begleiter ist, werde ich keinen Mangel haben an Trost. Wer mit ihm unterwegs ist, darf sich glücklich nennen.

 

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Woche und ein vom Heiligen Geist getröstetes Herz! 

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