Seht doch, wie sehr uns der Vater geliebt hat! Seine Liebe ist so groß, dass er uns seine Kinder nennt – und wir sind es wirklich! Als seine Kinder sind wir Fremde für diese Welt, weil Gott für sie ein Fremder ist. 1. Johannesbrief 3, 1 (Hoffnung –für-Alle-Bibel)

 

Liebe Leser,

 

wenn Sie an Ihre Kindheit zurückdenken, welche Erinnerungen kommen dann? Welche Gefühle? Wurden Sie von Ihren Eltern geliebt? Ich bin überzeugt, dass Liebe oder Ablehnung entscheidend sind für das ganze Leben. Jedes Kind sehnt sich nach Liebe. Es braucht Nestwärme. Es braucht Geborgenheit. Es braucht Trost. Es braucht Hilfe.

 

Was Liebe für ein Kind bedeutet, ist mir in den letzten Monaten wieder deutlich geworden. Ich kenne eine Familie mit vier Kindern. Das Ehepaar hat zwei eigene Kinder, ein adoptiertes Kind und ein kleines Pflegekind. Ich nenne es mal „Emma“ (das ist derzeit ein beliebter Mädchenname in Deutschland). Die kleine Emma ist oft krank. Ein krankes Kind fordert Eltern bei Tag und Nacht. Auch die kleine, kranke Emma braucht die Fürsorge der Pflegeeltern. Und sie bekommt, was sie braucht. Die Eltern kümmern sich mit ganzer Hingabe um dieses Kind. Genauso wie um das adoptierte Kind und die eigenen Kinder. Sie lieben das kranke Mädchen genauso wie die anderen Kinder. Sie geben das Kind nicht zurück an das Jugendamt, weil es eine Last ist. Sie wollen nicht, dass Emma in einem Heim aufwachsen muss, sondern die Liebe einer Familie erfährt.

 

Weihnachten, so sagen wir es oft, ist das Fest der Liebe. Wir besuchen uns, wenn möglich. Wir beschenken uns. Wir schenken einander Zuwendung. Wir schenken uns Zeit. Genau so macht das Gott. Er wendet sich uns Menschen zu. Er zeigt uns seine Liebe. Er schenkt uns seinen Sohn Jesus, den Messias. Als kleines Kind kommt Gottes Liebe in Person zu uns.

 

Aber dabei bleibt Gott nicht. Gott liebt nicht nur seinen Sohn, sondern er liebt auch Sie! Er schenkt uns seine ganze Liebe und macht uns zu seinen Kindern. Er hört uns, wenn wir ihn in schweren Stunden anrufen: „Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen“ (Ps. 50, 15). Gott ist ein Gott, „der mich sieht“, der mich wahrnimmt (Genesis 16, 13). Gott ist ein Gott, der mich tröstet, wenn mir zum Heulen ist: „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet“ (Jes. 66, 13).

 

Von Natur aus sind wir nicht Kinder Gottes. Dem natürlichen Menschen ist es fremd, ein Kind Gottes zu sein. Das versteht der natürliche Mensch nicht. Wir sind Kinder Gottes, weil uns Gott gerufen hat: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein!“ (Jesaja 43, 1). Wir haben diese Einladung hören dürfen und sind den Weg zur Krippe und zum Kreuz gegangen.

Die kleine Emma konnte sich ihre Pflegeeltern nicht aussuchen. Sie hatte keine Wahl, ob sie in einer Familie aufwachsen konnte oder in einem Kinderheim. Es war ein Ehepaar, das JA zu ihr gesagt hat. Gott sei es gedankt.

 

Doch wir haben die Wahl, zu Gottes Liebe JA zu sagen. Gott bevormundet uns nicht. Wir dürfen frei entscheiden. 

 

Im Stall von Bethlehem zeigt Gott uns seine Liebe. Dorthin darf jeder Mensch kommen, egal woher er kommt und wer er ist. Alle sind eingeladen, zum Kind im Stall zu kommen. Alle Menschen sind eingeladen, zu Jesus Christus zu kommen, wie damals die Hirten oder die Sterndeuter aus dem Osten. Durch Jesus Christus sind wir Gottes Kinder geworden und dürfen zum allmächtigen Gott sagen: lieber Vater im Himmel. Ich danke dir, dass du mich liebst und ich dein Kind sein darf.

 

Ich wünsche Ihnen, dass die Liebe Gottes Ihrem Herzen Trost und Hoffnung schenkt, dass Sie Geborgenheit und Frieden erfahren dürfen. Gott segne Sie!

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© 2020 Hans-Peter Nann, Frankfurt am Main