Erholung muss sein!

 

Jesus Christus sagt: "Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken." Matth. 11, 28

 

Liebe Leser,

 

Menschen haben die unterschiedlichsten Ansichten und Meinungen. Ob in dieser Corona-Pandemie Masken helfen oder Ausgangssperren, darüber streiten sich viele Menschen. Ob Autos aus unseren Innenstädten verbannt werden sollen und Autos mit Elektro-Motor die Zukunft sind, darüber gibt es keine Einigkeit. Ob diese oder jene politische Partei regieren sollte, das führt zu Streiterei.

 

Nur in einem Punkt sind sich alle einig, die Maskengegner und Maskenträger, die Umweltaktivisten und die Dieselfahrer, Sozialisten und Liberale: jeder Mensch braucht Ruhe und Erholung. Jeder Mensch braucht Zeiten, in denen er sich erholen kann von den Belastungen am Arbeitsplatz, von den vielen Anforderungen des täglichen Lebens. Aber nicht nur Manager sind gestresst. Ich kenne aber auch alte Menschen, die Stress damit haben, allein zu sein. Die mit ihrer Einsamkeit zu kämpfen haben. Die mit dem Leben im Alter überfordert sind.

 

Aber nicht nur äußere Einflüsse machen uns ruhelos. Der Wissenschaftler und Philosoph Pas­cal sagt in einer seiner Schriften: `Die Probleme der Ruhelo­sigkeit liegen in uns selbst´. Der Mensch ist oft unfähig, eine Stunde lang ruhig im Zimmer zu bleiben. Wir leiden an einer Sucht, uns mit allem Möglichen zu zerstreuen. Soziale Medien fordern ständig unsere Aufmerksamkeit.

 

Nun sagt Jesus: „Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken.“ In dieser Einladung sehe ich einen harmonischen Dreiklang:

 

  1. Zu Jesus Christus gehen. Das ist der erste Schritt. Sich Zeit nehmen, abseits vom Lärm und der Hektik des Alltags die Gegenwart Gottes suchen. Still werden zum Gespräch mit ihm. Das Smartphone einmal zur Seite legen, stumm schalten. Natürlich fängt da schon das Problem an. Sich Zeit nehmen für Gott? Das ist doch für Viele ein Luxus. Es gibt noch so vieles, was wichtiger ist. Aber stimmt das wirklich? Der katholische Theologe Romano Guaradini sagt über das Gebet: `es kann für den inneren Menschen das sein, was Brot für einen hungrigen Menschen ist, die Arznei für einen Kranken oder eine Blume für den im grauen Alltag vertrocknenden Menschen´. Mit Gott reden, Zeit haben für die Quelle des Lebens, das ist wie Wasser für einen Durstigen.
     
  2. Jesus Christus die Lasten sagen, mit denen wir uns abmühen. Ihm sagen, was uns das Leben schwer macht. Wem eigene Worte fehlen, der darf zum Beispiel mit den Worten der Psalmen beten. Die Gebete anderer können das eigene Beten erleichtern. Natürlich hört Gott auch das, was wir ganz spontan sagen. Er hört auf das, was uns in schlaflosen Nächten quält. Er hört das Seufzen der Seele. Er ist der Herzens-Kenner! Mit den Worten eines Psalms zu beten macht auch bewusst, dass Menschen früherer Zeiten ähnliche Lasten zu tragen hatten. Auch wenn ihre Lebenssituation ganz anders war.
     
  3. Jesus schenkt Ruhe. Diese Ruhe hat eine besondere, einmalige Qualität. Jesus schenkt unserer Seele seinen Frieden. Der Friede Gottes breitet sich im Inneren aus. Nur Jesus Christus kann uns diese innere Ruhe geben, die uns gelassen macht für die weitere Wegstrecke. Die uns befreit von Aggressivität, Ungeduld und Stress. Wer in der Gegenwart des lebendigen Gottes zur Ruhe kommt, der kann mit den Herausforderungen des Alltags besser umgehen. Der findet wieder das Gleichgewicht für seine Seele. Der ruht in sich selbst, weil seine Seele in Gottes Hand ruht.  


Ich wünsche Ihnen, dass Sie immer wieder die Zeit finden, um mit Jesus Christus zu reden. Ich wünsche Ihnen, dass Sie in seiner Gegenwart wieder neue Kraft bekommen für Ihren Alltag und den Frieden Gottes für Ihre Seele.

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