Amen, ich versichere euch: Der Vater wird euch dann alles geben, worum ihr ihn bittet, weil ihr es in meinem Namen tut und euch auf mich beruft. Bisher habt ihr nichts in meinem Namen erbeten. Bittet, und ihr werdet es bekommen, damit eure Freude vollkommen und ungetrübt ist.

Joh. 16, 23b – 24

 

Beten ist einfach. Teil 1

 

Liebe Leser,

 

in unserer Zeit sind viele Dinge kompliziert. Viele Mitmenschen klagen über die vielen Formulare und den sogenannten Pa­pierkrieg. Ältere Menschen kommen oft ohne fremde Hilfe in unserer Bürokratie kaum noch zurecht. Viele Mitmenschen denken, auch Beten ist kompliziert. Wie macht man das? Sogar Christen meinen, beten ist schwierig. Dabei ist alles so einfach für den Glaubenden.

 

Beten soll einfach sein? Andere Mitchristen ärgert so ein Satz. Beten, das kann doch nicht so einfach sein wie ein Gespräch mit einem Freund! Aber der auferstandene und ewig lebende Jesus Christus sagt etwas anderes.  

 

Echtes Beten fällt uns in den Schoß!

 

Wenn uns etwas in den Schoß fällt, dann bekommen wir etwas ohne Anstrengung. Ich erinnere mich an meine Schulzeit. Da sind mir manche Prüfungen „in den Schoß gefallen“, zum Beispiel in der Kunst. In anderen Fächern musste ich mich sehr quälen: in Mathematik, Chemie und Physik. Das war anstrengend!

                             

Ist das beim Beten so ähnlich? Nein! Für´s Beten braucht man weder eine besondere Begabung noch ist Beten eine Anstrengung. Beten ist keine Quälerei. Beten ist eine Herzenshaltung.

 

Es beginnt damit, dass Gott unsere Gebete nicht benotet wie ein Lehrer die Prüfungen. Beten ist kein himmlisches Leistungsfach. Beten ist Reden mit Jesus Christus. Beten ist Reden mit dem Vater im Himmel. Wir können mit Gott reden wie mit einem Vater. Es kommt auf unsere Beziehung zum Vater im Himmel an. Es kommt auf unsere Beziehung zu Jesus Christus an.

 

Von Politikern wissen wir, dass jedes Wort, das sie sagen, von großer Bedeutung ist. Wenn Staatsmänner vor die Mikrofone treten und die ganze Welt auf sie blickt, dann zählt jedes Wort. Politiker wissen um die Wirkung ihrer Worte. Meistens.

 

Wenn wir Christen mit Gott, dem Vater reden, dann müssen wir nicht besonders schöne Worte auswählen. Gott achtet nicht auf die Wortwahl. Wir dürfen mit unserem Vater im Himmel so reden, wie es unser Herz aussprechen möchte. Es mag unbeholfen klingen, aber es soll echt sind und wahrhaftig. Die innere Haltung ist Gott wichtig.

 

Was ist die richtige Herzenshaltung? Jesus muss Raum in unseren Gebeten haben. Er in uns und wir in ihm. Dann werden wir auch beten, was Gott gefällt. Wenn Jesus Christus das Zentrum unseres Lebens ist, dann stehen auch nicht mehr unsere selbstsüchtigen Wünsche im Vordergrund, sondern was Gott ein Herzensanliegen ist.

 

Auch das ist einfach, weil uns Gott dazu hilft. Durch den Heiligen Geist können wir so beten, wie es Gott gefällt. Paulus sagt es uns im Römerbrief, Kap. 8 Vers 26: „Dabei hilft uns der Geist Gottes in all unseren Schwächen und Nöten. Wissen wir doch nicht einmal, wie wir beten sollen, damit es Gott gefällt! Deshalb tritt Gottes Geist für uns ein, er bittet für uns mit einem Seufzen, wie es sich nicht in Worte fassen lässt. Und Gott, der unsere Herzen durch und durch kennt, weiß, was der Geist für uns betet. Denn im Gebet vertritt der Geist die Menschen, die zu Gott gehören, so wie Gott es möchte.“

 

Beten ist einfach, wenn Jesus Christus in unseren Herzen wohnt und der Heilige Geist uns hilft. Das ist dann so ähnlich, wie wenn der Lehrer seinen Schülern hilft, die Prüfungen zu bestehen. Angstfrei, stressfrei. Oder ein Vater zu seinem Kind sagen würde: ich habe verstanden, was du sagen willst. Du brauchst keine weiteren Worte machen. Mein Kind, ich habe dich verstanden.

 

Seien Sie  gesegnet und bewahrt an Geist, Seele und Leib. 

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© 2021 Hans-Peter Nann, Frankfurt am Main