15.März 2026

Jesus, das Lamm Gottes

Johannes-Evangelium 1, 29

 

Am nächsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm kommt, und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

die russische Briefmarke von 1975 zeigt ein Karakulschaf oder Lamm. Diese Schafe werden besonders in Usbekistan gezüchtet. Usbekistan mit seiner Hauptstadt Samarkand ist eine ehemalige sowjetische Teilrepublik und heute ein eigener Staat. 

 

Karakulschafe sind an trockene Steppen angepasst. Die jungen Lämmer haben ein besonders schönes Fell. Diese Felle sind sehr begehrt und werden gerne zu Persianer-Mänteln oder Jacken verarbeitet. Auf der Briefmarke können Sie diese besondere Fellstruktur gut erkennen.

 

Von einem ganz anderen Lamm spricht Johannes der Täufer. Er sieht Jesus kommen und sagt seinen Zuhörern: Das ist Gottes Lamm! Johannes sieht in Jesus das Opferlamm. Der Sohn Gottes wird wie ein Lamm geopfert werden. Er wird am Kreuz auf Golgatha sterben. Jesus, das Lamm Gottes, trägt die Sünden der Welt. Dazu ist Jesus in unsere Welt gekommen. 

 

Die Menschheit ist seit der Vertreibung aus dem Paradies von Gott entfremdet. Ja mehr noch, sie stellt sich sogar gegen Gott und seine gute Lebensordnung. Allein schon ein Blick auf die zehn Gebote zeigt mir diese Entfremdung. In diesen zehn göttlichen Regeln erkenne ich Gottes Heiligkeit. Seine Gebote zeigen mir, wieviel Respekt sich der heilige Gott von uns Menschen wünscht. Sie zeigen mir auch, welch große Wertschätzung die Ehe, die Familie, überhaupt das Leben unserer Mitmenschen für den heiligen Gott haben. 

 

Als Jesus zu Johannes kommt, kommt er in diese sündhafte, von Gottes Heiligkeit entfremdete Welt. Jesus, das Lamm Gottes, ist ohne jede Sünde. Er ist heilig wie der Vater im Himmel heilig ist. Am Kreuz von Golgatha sühnt Jesus die Schuld, die auf dieser Welt liegt. Der Sohn Gottes tut das aus Liebe zu uns unheiligen Menschen. Seine Liebe zu uns ist der Grund, warum er sich opfert. Jesus sagt über seine Mission (Johannes-Evangelium 3, 16): 

 

„Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“

 

Jesus Christus hat für alle Menschen die Sünde hinweggenommen. Bei ihm finden wir Vergebung. Aber nicht alle Menschen wollen dieses Erlösungswerk. Es kommt entscheidend darauf an, JA zu Jesus Christus zu sagen und seine Liebe als ein Geschenk der Gnade anzunehmen. Glauben heißt vertrauen, dass Jesus alles für mich getan hat, damit ich mit Gott versöhnt leben kann. Ich muss nichts leisten. Allein seine Gnade genügt.

 

Wer Jesus die Bruchstücke seines Lebens bringt, über den jubelt der Himmel. Wer bereit ist, vor Gott seine individuelle Schuld einzugestehen, dessen Seele wird aufatmen. Wer sein Herz von der Liebe Gottes erfüllen lässt, der wird ein anderer Mensch. Der wird ein geheiligter Mensch durch Gottes Gnade.

 

Wir sind in der Passionszeit. Ich lade Sie ein, bei Jesus zur Ruhe zu kommen und über ihn, das Lamm Gottes, nachzudenken. Was bedeutet Ihnen die Heiligkeit Gottes? Was bedeutet Ihnen das Sterben Jesu am Kreuz? Gibt es etwas, was Sie von Gott trennt? Wofür müssten Sie um Vergebung bitten? Wofür können Sie dankbar sein? Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Passionszeit und eine neue Hinwendung zu Jesus, dem Lamm Gottes. Ich wünsche Ihnen eine neue Hinwendung zum heiligen Gott.

 

Vielen Dank, dass Sie mich besucht und mir zugehört haben. Ich freue mich, wenn Sie mich bei der nächsten Kurzpredigt am 1.April wieder besuchen. Gott segne Sie und behüte Sie an Geist, Seele und Leib. 

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