1.November 2026
Feuer
Jakobusbrief 3, 6
Auch die Zunge ist ein Feuer. Sie ist eine Welt voller Unrecht und beschmutzt den ganzen Menschen. Sie setzt unser Leben von der Geburt bis zum Tod in Brand mit einem Feuer, das aus der Hölle selbst kommt.
Liebe Leserin, lieber Leser,
sind Sie Raucher oder haben Sie geraucht? Als junger Mann habe ich geraucht. Oft eine Schachtel Zigaretten am Tag. Nach einer schweren Bronchitis und der Erkenntnis, dass Rauchen meiner Gesundheit schwer schadet, konnte ich endlich aufhören. Dafür bin ich bis heute dankbar!
Die deutsche Briefmarke von 1984 warnt vor dem Rauchen. Über einem brennenden Streichholz ist zu lesen „Rauchen gefährdet die Gesundheit“. Den heutigen Bibeltext aus dem Jakobusbrief könnte ich ähnlich überschreiben mit den Worten „Reden gefährdet die Gesundheit!“ Kann Reden gefährlich sein? Ja, reden kann sehr gefährlich sein.
Wir brauchen unsere Zunge zum Sprechen. Jakobus zeigt uns wie in einem Spiegel, was unsere Zunge anrichten kann. Worte, die von der Zunge artikuliert und dann ausgesprochen werden, können wie ein Feuer zerstören und das Vertrauen, die Liebe und Menschlichkeit in Schutt und Asche legen. Sie können eine Welt voller Ungerechtigkeit sein. Sie können eine Welt voller Lügen und Intrigen sein. Was haben Worte schon alles zerstört: Ehen, Familien, Freundschaften, sogar Menschenleben. Durch Worte, die gesprochen oder geschrieben wurden, sind Kriege begonnen und als gerechtfertigt erklärt worden. Worte haben schon vielen Menschen das Leben zur Hölle gemacht.
Das wird nicht ohne Folgen bleiben. Jesus Christus sagt uns klar und deutlich:
„Ich sage euch aber, dass die Menschen Rechenschaft geben müssen am Tage des Gerichts von jedem nichtsnutzigen Wort, das sie reden.“ (Matthäus-Evangelium 12, 39).
Vielleicht kennen Sie diesen Satz „Das Internet vergisst nicht!“ Mag sein. Aber Gott vergisst garantiert nicht. Weder unser leeres Geschwätz noch die bösen Worte, die anderen ins Unglück stürzten.
Ich lade Sie ein, mit Gott ins Reine zu kommen. Wenn Sie erkennen, dass Ihre Worte schon zerstörerisch waren, dann sagen Sie das bitte Jesus Christus. Bringen Sie in einfachen Worten das unter sein Kreuz, was Ihr Gewissen belastet. Jesus Christus vergibt, wenn wir unsere Schuld aussprechen. Denn die Worte aus dem 1.Johannesbrief 1,9 bringen uns Entlastung und Versöhnung mit Gott:
„Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.“
Und Gott wird uns helfen, dass wir zukünftig Worte sagen können, die anderen Menschen gut tun, die anderen Menschen im Leben helfen, die Leben bringen und nicht den Tod und Verderben.
Ich danke Ihnen, dass Sie mich besucht und mir zugehört haben. Gott segne Sie! Ich freue mich, wenn Sie mich bei der nächsten Kurzpredigt am 15.November wieder besuchen.
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