1.Juni 2026

Danken macht glücklich

1.Thessalonicherbrief 5, 18

 

Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

die heutige Briefmarke aus Deutschland zeigt ein fantasievolles, farbenfrohes Bild. Links unten steht in grünen Buchstaben das kleine Wort „Danke“. Vermutlich konnte mit dieser Briefmarke schon auf den ersten Blick fröhlich gedankt werden, noch bevor der Brief geöffnet wurde. 

 

Dankbarkeit ist ein großes Thema in der Bibel. So schreibt der Apostel Paulus zum Beispiel in seinem Brief an die Gemeinde in Thessalonich (Griechenland): Seid dankbar! Gott will das! Es ist Gottes Wille in Jesus, dass ihr dankbar seid. Jesus Christus will dankbare Leute.

 

Ich denke nicht, dass die Christen in Thessalonich damals undankbarer waren als wir Christen heute. Aber dankbar zu sein, daran müssen wir immer wieder erinnert werden. Dankbarkeit wird schnell vergessen. Und dankbar sein hilft der seelischen Gesundheit. In seiner TV-Dokumentation erklärte der Naturwissenschaftler und Journalist Harald Lesch, dass Dankbarkeit sogar glücklich machen kann (Terra X „Harald Lesch sucht das Glück“). Wer dankbar ist, blickt auf das Gute in seinem Alltag oder im Leben anderer. Wer dankbar ist, der ändert seinen Blickwinkel. 

 

Nun schreibt der Apostel etwas ganz Wichtiges. Er sagt nicht, dass wir dankbar sein sollen FÜR alles. Das geht nicht. Niemand kann dankbar sein für Kriege, Hungersnöte oder persönliche Krisen. Er schreibt, wir sollen dankbar sein IN allen Lebenssituationen. Ich kann zum Beispiel bei einer schweren Erkrankung dankbar sein für die medizinische Hilfe. Ich kann dankbar sein für Freunde oder Familienangehörige, die in schweren Stunden an meiner Seite sind. Ich kann Gott dankbar sein für Jesus Christus, der mir ewiges Leben schenkt. Ich bin dankbar für Gottes Heiligen Geist, den Tröster und Beistand (Johannes-Evangelium 14, 26).

 

Harald Lesch machte in seiner Dokumentation auf etwas aufmerksam, das ich noch nicht kannte. Sein Tipp: ein Tagebuch führen und aufschreiben, wofür ich heute dankbar sein kann. Diese Idee finde ich großartig! Wie wäre es, wenn wir das zur täglichen Glaubensübung machen würden? Ein Dankbarkeits-Tagebuch führen und aufschreiben, wofür ich dankbar sein kann. Und wenn ich am Monatsende zurückblicke auf die vergangenen Tage, dann im „Danke-Tagebuch“ nachlesen, wofür ich in den zurückliegenden Wochen dankbar war. Danke Gott, und auch Harald Lesch, für diese großartige Idee!

 

Doch nicht nur danken macht glücklich, sondern auch singen! Das wusste schon David, der große Dichter und Musiker. Er wusste, das dankbare Menschen auch gerne singen! Wir Christen können Gott dankbar singen, allein oder zusammen in unseren Gottesdiensten mit vielen anderen:

 

Ps. 28, 7: Nun ist mein Herz fröhlich, und ich will ihm danken mit meinem Lied. 

Ps. 35, 18: Ich will dir danken in großer Gemeinde; unter vielem Volk will ich dich rühmen. 

 

Probieren wir es doch aus! Ein kleines Notizbuch mit Stichworten. Und Gott danken mit Liedern oder mit musizieren. Ich bin überzeugt: im Himmel freut man sich über dankbare Menschen! 

 

Ich danke Ihnen, dass Sie mich besucht und mir zugehört haben. Ich freue mich, wenn Sie mich bei der nächsten Kurzpredigt am 15.Juni wieder besuchen. 

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