Und vergesst nicht, Gutes zu tun und mit anderen zu teilen. An solchen Opfern hat Gott Freude. 
Hebr. 13, 16 (HfA)

 

Liebe Leser,

 

„Vergiss nicht ….!“ Diesen Satz musste ich mir als Kind oft anhören. Eine Ermahnung meiner Mutter an den vergesslichen Sohn. Aus eigener Erfahrung habe ich diesen Satz dann auch an meine Enkel weitergeben müssen. Denn Kinder lassen sich schnell ablenken. Sie vergessen schnell, ihre Hausaufgaben zu machen. Sie vergessen gerne, das Zimmer aufzuräumen. Oder den Hamster zu füttern. Mit dem Hund Gassi zu gehen.

 

Bei uns Kindern Gottes scheint es ganz ähnlich zu sein. Kinder Gottes leiden manchmal unter der Vergesslichkeit des Glaubens. Doch nicht das Gehirn vergisst, sondern das Herz. Das Herz vergisst oft, Gott dankbar zu sein. Das Herz vergisst schnell, anderen etwas Gutes zu tun und großzügig zu sein. Das Herz vergisst, mit anderen zu teilen. Das war damals so, als diese Zeilen geschrieben wurden, das ist bis heute so geblieben.

 

Nun sagt der Briefschreiber, dass Gutes tun und mit anderen zu teilen ein Opfer ist, an dem Gott Freude hat. Er meint damit kein religiöses Opfer. Gott braucht keine rituellen Opfergaben mehr. Gott braucht keine Opfertiere oder Gegenstände, die wir ihm auf irgendwelchen Altären opfern. Jesus Christus hat ein für alle mal das vollkommene Opfer erbracht am Kreuz von Golgatha. Sein Leben hat er für uns geopfert zur Vergebung unserer Sünden. Durch sein Opfer hat er uns vor Gott gerecht gemacht. Durch sein Opfer sind wir Kinder Gottes. Jetzt können wir Gott eine Freude machen mit den Opfern unserer Hände und Lippen. Wir können Gott danken mit unseren Gebeten und Liedern. Und das Gute, das wir empfangen haben, können wir mit anderen teilen. Wenn wir so leben, freut sich der Vater im Himmel über seine Kinder.

Wie das praktisch aussieht? Ich kenne jemand aus unserer Gemeinde, der hat immer ein paar Müsli-Riegel und christliche Traktate bei sich. Wenn er in der Stadt von Bettlern angesprochen wird, die Geld haben wollen, dann schenkt er ihnen einen Müsli-Riegel und das Traktat. Jemand anderes, den ich kenne, kauft den hungrigen Bettlern etwas zu essen und Wasser zu trinken. Und er hört ihnen zu, wenn sie von ihrem Schicksal erzählen, um ihnen etwas Respekt zu erweisen. Etwas Gutes, Gesundes gegen den Hunger, und ein gutes Wort für die Seele. Das ist besser als Geld für Alkohol oder Drogen.

 

Bald beginnt die Adventszeit. Was könnten Sie tun, um einem anderen Menschen etwas Gutes zu tun? Was könnten Sie mit Anderen teilen? Zum Beispiel mit Verwandten, Freunden, Nachbarn. Was könnten Sie teilen? Zeit, Freude? Vielleicht gehören Sie zu einem Hauskreis, einem Gesprächskreis oder Arbeitskreis in Ihrer Gemeinde? Wie wäre es, gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie sie anderen Menschen und damit Gott eine Freude machen könnten? Die bevorstehende Advents- und Weihnachtszeit wäre wieder eine gute Möglichkeit, sich erinnern zu lassen: vergesst nicht, Gutes zu tun und mit anderen zu teilen!

 

Ich wünsche Ihnen gute Gedanken und ein Herz, das Freude daran hat, unseren Mitmenschen Gutes zu tun und mit anderen die Liebe Gottes zu teilen.

 

Danke, dass Sie mir zugehört haben. Ich freue mich auf Ihren Besuch am 1. Dezember. Gott segne Sie und beschütze Sie an Geist, Seele und Leib.

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