»HERR, lehre doch mich, dass es ein Ende mit mir haben muss und mein Leben ein Ziel hat und ich davon muss. Ps. 39, 5

 

Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. Ps. 90, 12

 

Liebe Leser,

 

der 19. September 2022 war ein historischer Tag. In England ging eine Epoche zu Ende. Nach über 70 Jahren der Regentschaft wurde Königin Elisabeth II zu Grabe getragen. Weltweit sahen Milliarden Menschen zu. Unzählige Menschen konnten beim Trauer-Gottesdienst durch Fernsehen und Internet dabei sein. Und wer dabei war, der hörte auch die Worte aus dem 1.Korintherbrief (Kap. 15, 55 – 57):

 

„Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel? Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!“

 

Der Stachel des Todes quält die Menschheit jeden Tag. Wer die Nachrichten aus der Ukraine liest und die Bilder von Massengräbern sieht, der sieht diesen furchtbaren Stachel des Todes. Da werden Menschen Opfer der Sünde, weil gegen das Gesetz des Lebens verstoßen wird (2.Mose 20, 13): Du sollst nicht töten! Niemand hat das Recht, seinen Mitmenschen zu töten. Niemand hat das Recht, einem anderen Menschen das Leben zu nehmen. Dieses einmalige Leben, das ihm Gott, der Schöpfer, geschenkt hat.

 

Die Zeitspanne unseres Lebens bestimmt einzig und allein Gott selbst (Ps. 31, 16): „Meine Zeit steht in deinen Händen:“ 

 

Unsere Lebenszeit ist nicht endlos, sondern von Gott begrenzt. Sein Wort ermahnt uns, klug zu sein und an das Ende unseres Lebensweges zu denken. Klug sein bedeutet mir, nicht sinnlos in den Tag hinein zu leben, sondern verantwortlich mit meiner Zeit umzugehen. „Zeit ist Gnade“ steht unter dem Ziffernblatt eines kleinen Weckers in unserer Wohnung. Lebenszeit ist eine Zeit göttlicher Gnade. Ich darf jeden Tag leben mit der Gewissheit, ein von Gott geliebter Mensch zu sein. Jeder Augenblick in seiner Gegenwart ist ein Geschenk, für das ich dankbar sein darf. Ich darf mich freuen, dass Jesus Christus durch seine Auferstehung den Tod besiegt hat und mir ewiges Leben schenkt.

 

Daher möchte ich heute mit einem Lobpreis auf diesen Sieg schließen. Ich möchte Jesus Christus, den Sieger über den Tod loben, mit den Worten aus der Offenbarung Jesu Christi (Offb. 1, 4 - 6):

 

Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt, und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind, und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Fürst der Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut und uns zu einem Königreich gemacht hat, zu Priestern vor Gott und seinem Vater, dem sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

 

Gott segne Sie und behüte Sie an Geist, Seele und Leib. Er erfülle Ihr Herz mit seinem Frieden.