1.März 2026
Jesus von Nazareth
Matthäus-Evangelium 2, 22+23
Unterwegs aber erfuhr er (Josef), dass Archelaus, der Sohn von Herodes, nun König von Judäa geworden war. Da bekam Josef Angst, dorthin zu gehen. Nachdem Gott noch einmal im Traum zu ihm gesprochen hatte, zog er in das Gebiet von Galiläa. So kamen sie in die Stadt Nazareth und ließen sich dort nieder. Auf diese Weise sollte sich erfüllen, was Gott durch die Propheten angekündigt hatte: »Man wird ihn den Nazarener nennen.«
Liebe Leserin, lieber Leser,
Schülerlotsen gibt es in Deutschland seit 1953. Die heutige Briefmarke von 1971 zeigt einen Verkehrshelfer, der Schulkinder sicher über die Straße leitet. Heute gibt es ungefähr 50 000 ehrenamtliche Mitbürger, die für einen sicheren Schulweg sorgen.
Mich erinnerte diese Briefmarke an Gottes Fürsorge für Josef. Gott bringt seinen treuen Diener wieder sicher zurück in die Heimat. Doch Gott versteht die Angst, die Josef auf dem Weg nach Hause hat. Durch einen Traum führt er ihn nach Nazareth, wo er mit Maria und Jesus ein sicheres Zuhause hat.
Drei Dinge sind mir bei diesem kurzen Reisebericht wichtig geworden:
1.Ich darf Angst haben
Josef sieht ganz nüchtern die politische Entwicklung in seiner Heimat. Die macht ihm Angst vor der Rückkehr. Er befürchtet Gewalt gegen seine Familie. Gott nimmt diese Angst sehr ernst und zeigt Josef einen guten Weg. Er lotst ihn in das sichere Nazareth. Denn das passt sehr gut in Gottes Plan!
Gott kennt auch meine Ängste. Ich darf mich mit meinen Ängsten und Sorgen an ihn wenden und bei ihm Rat und Hilfe suchen. Ich will darauf vertrauen, dass er einen guten Weg für mich hat. Jesus ist der gute Hirte, der mich auf rechter Straße führt um seines Namens willen (Psalm 23, 4). Darauf vertraue ich.
2. Jesus von Nazareth wird weltbekannt.
Nazareth ist untrennbar mit Jesus verbunden. Das Markus-Evangelium berichtet, wie Jesus in einer Synagoge einen Menschen von einem unreinen Geist befreit. Der unreine Geist schrie: „Was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus von Nazareth? Bist du gekommen, uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes!“
Die unsichtbare Welt kennt Jesus von Nazareth genau und zittert vor ihm! Unsere Welt will Jesus oft nicht kennen. Doch an der Inschrift des Kreuzes Jesu können können alle lesen, wer dort hingerichtet wurde: Jesus von Nazareth, König der Juden (INRI). Jesus ist der barmherzige Erlöser und Retter der Welt. Jeder Mensch sollte ihn kennen. Niemand muss sich vor ihm fürchten. Er ist die Liebe Gottes zu uns Menschen.
3. Gottes Reich wächst unaufhörlich
Die ersten Christen hatten den Ruf einer Sekte. Dem Apostel Paulus wurde vorgeworfen, sogar ein gefährlicher Anführer dieser Sekte zu sein (siehe Apostelgeschichte 23 + 24). Im Prozess gegen ihn behaupten seine Gegner (ApG 24, 5): „Wir haben festgestellt, dass dieser Paulus so gefährlich ist wie die Pest. Als Haupträdelsführer der Nazarener-Sekte stiftet er die Juden in der ganzen Welt zum Aufruhr an.“
Was wurde daraus? Im Jahr 313 n.Chr. wurde der christliche Glaube durch den römischen Kaiser Konstantin zur Staatsreligion. Er förderte die Verbreitung des Evangeliums. Seither hat das Evangelium von Jesus Christus weltweit vielen Menschen die Liebe Gottes gebracht.
Jesus vergleicht das Reich Gottes mit einem winzigen Senfkorn, das zu einem großen Baum heranwächst (Markus-Evangelium 4, 30). Ich denke, Gott hatte seinen Sohn Jesus wie ein Senfkorn in das kleine Dorf Nazareth eingepflanzt. Gewachsen ist daraus ein großer Baum, der mit seinen Ästen und Zweigen die ganze Welt umspannt. Gehören Sie dazu?
Vielen Dank, dass Sie mich besucht und mir zugehört haben. Ich freue mich, wenn Sie mich bei der nächsten Kurzpredigt am 15.März wieder besuchen. Gott segne Sie und behüte Sie an Geist, Seele und Leib.