15.Januar 2026

Matthäus-Evangelium 2, 1+2

König der Juden

 

Da Jesus geboren war zu Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, ihn anzubeten.

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

das Fest der Heiligen Drei Könige wird weltweit gefeiert. Auch Briefmarken zeigen diese geheimnisvollen Männer. Meist werden sie sehr phantasievoll dargestellt. Heute möchte ich Ihnen eine britische Briefmarke zeigen mit drei Königen auf dem Weg nach Bethlehem. Der majestätische Reiter an der Spitze zeigt mit dem Finger zum Himmel, zum Stern, der die Gruppe nach Bethlehem führt.

 

Aus den biblischen Weisen wurden im Laufe der Kirchengeschichte drei Könige. Leider wird der Grund der Reise oft vergessen! Die Weisen sind unterwegs, um den neugeborenen König der Juden anzubeten. Sie wollen Jesus, den Messias, ehren.

 

Doch der Stern führt die Weisen zunächst nach Jerusalem und nicht zum Geburtsort, nach Bethlehem. Warum dieser Umweg? Ein Hinweis auf das Ende des Königs Jesus? Vor den Toren Jerusalems kreuzigten sie später den König der Juden. Der Evangelist Matthäus berichtet, wie sie Jesus vor seiner Hinrichtung folterten (Matthäus-Evangelium 27, 27-f):

 

„Da nahmen die Soldaten des Statthalters Jesus mit sich in das Prätorium und versammelten um ihn die ganze Kohorte und zogen ihn aus und legten ihm einen roten Mantel an und flochten eine Dornenkrone und setzten sie auf sein Haupt und gaben ihm ein Rohr in seine rechte Hand und beugten die Knie vor ihm und verspotteten ihn und sprachen: Gegrüßet seist du, der Juden König!, und spien ihn an und nahmen das Rohr und schlugen damit auf sein Haupt.“

 

Dann ließ Pilatus oben am Kreuz eine Tafel anbringen: INRI. Das ist die lateinische Abkürzung für „Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum“, also Jesus von Nazareth, König der Juden (Johannes-Evangelium 19, 19).

 

Es wäre zum Verzweifeln, wenn dies das Ende der Geschichte von Jesus, dem König der Juden, gewesen wäre. Doch seine Geschichte geht weiter bis in alle Ewigkeit! Jesus ist auferstanden von den Toten! Er hat durch seine Auferstehung den Tod besiegt und ein unvergängliches Leben gebracht. Jesus lebt in Ewigkeit. Er sagt von sich in der Offenbarung des Johannes, 22, 16:

 

Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, euch dies zu bezeugen für die Gemeinden. Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der helle Morgenstern.“

 

Der irdische Morgenstern ist hell am Morgenhimmel zu sehen. Jesus Christus, der himmlische Morgenstern leuchtet für jeden Menschen, der ihn sucht. Tag und Nacht. Die Weisen oder Könige suchten ihn damals und fanden ihn. Wer Jesus Christus und sein helles Licht sucht, der wird ihn finden. Der Briefmarken-König an der Spitze der Reitergruppe zeigt auf den Stern. Ich interpretiere seine Geste für mich persönlich so: schau auf Jesus, den hellen Morgenstern! Dann ist alle Finsternis zu Ende!

 

Vielen Dank, dass Sie mich besucht und mir zugehört haben. Ich freue mich, wenn Sie mich bei der nächsten Kurzpredigt am 1.Februar wieder besuchen. Gott segne Sie und behüte Sie an Geist, Seele und Leib. Jesus, der helle Morgenstern, erleuchte Ihr Herz.

Druckversion | Sitemap
© 2025 Free