1.Januar 2026

Offenbarung 21,5

Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

die Jahreslosung 2026 ist ein Wort, das Mut macht! Es strahlt Hoffnung aus in eine Welt, in der viele Menschen ohne Hoffnung leben müssen. Kriege, Umweltkatastrophen, Hunger und Dürre, menschenverachtende Ideologien oder ganz persönliche Probleme lassen viele Menschen mutlos werden.

 

Ohne Hoffnung auf innere und äußere Freiheit mussten viele Deutsche in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) leben. Doch am 9. November 1989 erfüllte sich ein Traum für Viele. Die Berliner Mauer, die Menschen trennte, war offen. Die friedliche Revolution hatte gesiegt. Das Ende einer Diktatur war plötzlich da. 

 

Daran erinnert die deutsche Briefmarke aus dem Jahr 1990. Sie zeigt ein großes Loch in einer Mauer. Symbolisch ist der Fall der Berliner Mauer dargestellt. Wie bei einem Regenbogen, diesem Symbol der Hoffnung und der Treue Gottes, steigen die deutschen Nationalfarben zum blauen Himmel empor.

 

Das ist Geschichte. Damals herrschte eine geradezu euphorische Aufbruchstimmung in unserem Land. Heute, viele Jahre später, sehen manche Menschen die Entwicklung seit damals mit kritischem Blick. Vieles ist gut geworden. Aber viele Hoffnungen haben sich auch nicht erfüllt. Manch einer wurde enttäuscht. 

 

Nun sagt uns Gottes Leitwort für dieses Jahr, dass er alles neu machen wird. Gott selbst macht diese Zusage in einem Schlusswort seiner Heilgeschichte. Doch Gott schafft nicht das Alte ab, so wie wir alte Kleidung durch neue ersetzen. In der neuen Kleidung steckt ja immer noch der alte Mensch. Oder wenn wir unser altes Auto durch ein Neues ersetzen, dann bleibt der Fahrer der gleiche (und auch sein Fahrstil). Hinter dem Steuer sitzt der alte Mensch. Neue Kleider oder neue Autos machen keine neuen Menschen, neue Ideologien auch nicht.

 

Bei Gott ist das fundamental anders. Gott spricht von einem neuen Himmel und einer neuen Erde. Die Offenbarung des Johannes, Kap. 21, 3+4 beschreibt das Neue: Gott höchstpersönlich wird mitten unter seinen Menschen wohnen und sie werden seine Völker sein und er selbst, Gott, wird mit ihnen sein. Und Gott wird jede Träne in ihren Augen trocknen. Der Tod wird nicht mehr da sein, keine Trauer, kein Schreien und kein Schmerz wird mehr existieren. Denn das, was zur ersten Schöpfung gehörte, ist vergangen. - Das ist absolut neu! Das gab es noch nie seit der Vertreibung aus dem Paradies! Wir betreten Neuland!

 

Nun weiß kein Mensch, wann Gott sein Versprechen wahr macht. Das kann morgen schon sein oder einfach irgendwann. Das ist nicht entscheidend. Denn Gott schenkt uns schon heute eine Anzahlung auf das Neue, das er einmal erschaffen wird. In Jesus Christus hat er etwas ganz Neues begonnen. Jesus Christus hat den Tod besiegt durch seine Auferstehung. ER hat uns erlöst von der Macht der Sünde, die uns wie eine Mauer von Gott trennte. Ja mehr noch! Seit Gott an Pfingsten seinen Heiligen Geist ausgegossen hat, dürfen wir heute schon an Gottes neuer Welt teilhaben. Wo Gottes Geist wirkt, betreten wir das Neuland des Glaubens. Der Apostel Paulus beschreibt es so im 2.Korintherbrief Kap. 5, 17: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ 

 

Ich meine, dazu passt die Briefmarke sehr gut! Gottes Geist reißt ein Loch in die Mauern, die in den Köpfen sind. Er durchbricht mit seiner Kraft altes Denken. Jesus Christus öffnet harte Herzen und bringt uns den Himmel ganz nahe. Wer das in seinem Leben erfahren hat, der wartet voller Hoffnung und stressfrei auf Gottes neue Welt. Denn das Neue hat ja schon im eigenen Leben begonnen. Das Zukünftige wird kommen, egal wann und wie. Das darf ich getrost Gott überlassen. So steht nicht nur über dem kommenden Jahr diese Verheißung „Siehe, ich mache alles neu!“, sondern über jedem Tag auf dem Weg in Gottes Zukunft.

 

Vielen Dank, dass Sie mich besucht und mir zugehört haben. Ich freue mich, wenn Sie mich bei der nächsten Kurzpredigt am 15.Januar 2026 wieder besuchen. Gott segne Sie und behüte Sie an Geist, Seele und Leib.

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